Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung
Im Kampf gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung hat der Zoll im vergangenen Jahr branchenübergreifend rund 97.000 Strafverfahren und 50.000 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Mit einer festgestellten Schadenssumme von über 766 Millionen Euro leistete die Finanzkontrolle Schwarzarbeit im Jahr 2024 einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung der Sozialversicherungssysteme, der Steuereinnahmen sowie der Einhaltung von gesetzlichen Mindestarbeitsbedingungen, wie insbesondere der Zahlung von Mindestentgelten.
Das Friseurhandwerk stand 2024 an fünfter Stelle der am häufigsten vom Zoll kontrollierten Betriebe. Dennoch wurden gerade mal 0,7% der Betriebe in Deutschland überprüft. Die Ergebnisse der Zollkontrollen im Friseurhandwerk mit allen Details auch nach Bundesländern findet ihr HIER zusammengefasst.
Es lohnt sich
Neben der Rolle als Sicherheitsakteur nahm der Zoll als Finanzbehörde und Einnahmeverwaltung im vergangenen Jahr rund 150 Milliarden Euro ein. So trägt er einen erheblichen Teil zu den Haushaltseinnahmen des Bundes bei und sichert damit die Handlungsfähigkeit Deutschlands.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil vor Ort
Von der Arbeit der Zollbeschäftigten konnte sich Bundesfinanzminister Lars Klingbeil heute bei der Bekanntgabe der Jahresbilanz 2024 ein eigenes Bild machen und fand lobende Worte, formulierte aber auch seine klare Vision für die Zukunft:
„Der Zoll steht für die konsequente Durchsetzung unseres Rechts. Die aktuelle Jahresbilanz zeigt, dass der Zoll einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit unseres Landes und zum Schutz unserer Wirtschaft leistet. Der Zoll steht dafür ein, dass Schwarzarbeit hart verfolgt wird. Er steht für die Sicherung der Staatsfinanzen. Und er ist ein entscheidender Akteur, um Organisierte Kriminalität zu bekämpfen. Ich danke den 48.000 Zöllnerinnen und Zöllnern herzlich für ihre hervorragende Arbeit. Wir werden dem Zoll zusätzliche Ermittlungsbefugnisse geben, um gegen Finanzkriminalität und Schwarzarbeit noch effektiver vorgehen zu können. Der Rechtsstaat muss hier hart durchgreifen. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit. Denn die Konsequenzen tragen alle, wenn dem Staat wichtige Einnahmen entzogen werden.“
imSalon bleibt am Thema weiter dran. Nachfolgendes Video gibt einen kurzen Einblick über die Brisanz der Schattenwirtschaft im Friseurhandwerk.