Buchhaltungschaos und fehlende Kasse
Gab es in einem Betrieb gar keine Kasse, so wurde in den übrigen vier mit fehlerhaften Kassensystemen gearbeitet.
Nicht angemeldeter Betrieb
Ein Betrieb war nicht als Unternehmen angemeldet.
Keine Betriebsleitung
Auffällig ist, dass laut Polizei in keinem der Geschäfte eine verantwortliche Betriebsleitung anwesend war.
Drogen
In einem Betrieb gab es laut Polizei konkrete Anhaltspunkte für einen möglichen Drogendeal im Geschäft. Hier wird weiter in diese Richtung ermittelt.
Firmenfahrzeug mangelhaft versichert
Weil ein Laden ein Firmenfahrzeug gemeldet hatte, wurde auch dieses kontrolliert – mit dem Ergebnis, dass ein Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz vorlag.
Hamburgs Barber-Szene im Fokus der Ermittler
Für diese Schwerpunktkontrollen arbeiteten das Bezirksamt Hamburg-Harburg, das Bauamt, die Finanzbehörde, die Friseurinnung sowie die Hamburger Polizei eng zusammen.
Die Bilanz ist alarmierend. Damit gerät die Hamburger Barber-Szene zunehmend in den Fokus der Ermittler. Hinweise auf Verstöße gegen Gewerberecht, Hygienevorschriften und Steuergesetze sind den Behörden hinlänglich bekannt; die vorliegenden Kontrollergebnisse sind eine weitere Bestätigung.
Konsequenzen
Zwei Läden wurden direkt geschlossen. Den fünf Salons drohen neben Bußgeldern und Auflagen eventuell weitere vorübergehende Schließungen.
Auch strafrechtliche Ermittlungen sind möglich, z. B. wegen Steuerhinterziehung, Drogenhandel oder illegaler Beschäftigung.
Die Hamburger Behörden sind alarmiert. Das ehrliche Friseurhandwerk hofft auf eine massive Zunahme der Kontrollen – möglichst täglich –, um diesen kriminellen, geschäftsschädigenden und wettbewerbswidrigen Aktivitäten endlich den Garaus zu machen.
Erst letzte Woche berichtete der Hamburger Friseurfachhandel STOPPERKA von den mittlerweile entstandenen Parallelwelten im migrantischen Barbermetier.