Am 24.03.2020 kam es zum bundesweiten Lockdown und damit begann für viele Unternehmen der eigentliche Spießrutenlauf. Was machen mit Mitarbeitern, Kunden, Rechnungen, wie überleben und die alles überschattende Frage: Wann dürfen wir wie wieder öffnen? Dabei durfte man das Wirtschaftliche bie aus den Augen verlieren, denn es ging und geht ja weiter.
Knapp 5 Monate später präsentiert Kassen-und Terminsystemanbieter Studiolution nun erste Zahlen zur Entwicklung in den einzelnen Salons.
Zum Aufbau der Auswertung: Studiolution vergleicht das Jahr 2020 mit 2019 auf Basis von Bruttobeträgen. Außerdem wurden als Basis für dieAuswertungen ein zufälliges Set aus ca. 650 Betrieben genutzt, die sowohl vor – als auch nach Corona noch existierten. Die Kostenseite wurde nicht betrachtet.
Das Ergebnis der Erhebung für Friseure sehen sie in obiger Entwicklungskurve: Der Umsatz bei Friseuren brach im März 2020 um ca. 34 % ein und im April 2020 um ca. 97 % gegenüber 2019. Das macht in diesen zwei Monaten zusammen einen Gesamtausfall von ca. 65 % im Vergleich zum Vorjahr.
Am 4. Mai 2020 war der erste Spuk vorrüber, der Run auf die Friseure führte zu einem Umsatzplus von 32 % gegenüber Mai 2019.
Das Plus führt Studiolution unter anderem auf die Bedienung von mehr Kunden zurück, denn ein Plus von ca. 6 % bei der Anzahl der Kassiervorgänge im Mai ist verzeichnet. Dem steht allerdings ein Minus von -10 % im Juni und von -6% im Juli gegenüber.
Trotzdem erklärt das nicht das relativ hohe Umsatzniveau. Die Erklärung muss also in der Preisgestaltung und/ oder den Dienstleistungen liegen. Ein Indiz dafür ist der durchschnittliche Warenkorb, der im genannten Zeitraum um durchschnittlich 16% anstieg. Ausgelöst scheint dies durch Preiserhöhungen und der Durchführung vieler Farbdienstleistungen.