imSalon fragt Mandy Bosch-Macri, PAM Mannheim Hair Design Team, nach ihren Visionen für die Zukunft und ihre Erwartung in Richtung Politik
Mandy, wo siehst du die Zukunft für Friseure in Deutschland?
Mandy Bosch-Macri: Die Zukunft der Friseure sehe ich geprägt von drei Dingen.
- von technologischen Fortschritten, wie z.B. KI
- bei noch stärker am Kunden orientierten und individualisierten Dienstleistungen und
- beim nachhaltigen Arbeiten für die Menschen.
Wie hilft KI weiter?
MBM: Digitale Tools können dabei helfen, den Salon effizient zu führen und bei Verwaltungsaufgaben zu unterstützen.
Wie kann die Kundenarbeit zukunftsfähiger gemacht werden?
MBM: Das Verständnis der Kundenwünsche und die Fokussierung auf deren Bedürfnisse spielt in der „Servicewüste Deutschland“ eine zunehmende Rolle. Ein wachsendes Umweltbewusstsein führt außerdem dazu, dass nicht nur von den Kunden, sondern auch von den Mitarbeitern ein nachhaltiges und umweltfreundliches Handeln erwartet wird. Dies führt zwangsläufig zu einer stärkeren Differenzierung in der Friseurbranche.
Welche Differenzierungen?
MBM: Auf der einen Seite wird es solide Handwerksleistungen zu erschwinglichen Preisen geben, während auf der anderen Seite spezialisierte und hoch qualifizierte Hair-Artisten mit Fokus auf Qualität und Design ihre Dienstleistungen anbieten werden.
In letzter Vision der Zukunft spielen Lifestyle und Luxusaspekte eine bedeutende Rolle. Hierbei geht es um die Verbindung von hochwertigen Dienstleistungen und Produkten mit einem individuellen Friseurerlebnis. Das Ambiente, eine Wohlfühlatmosphäre und zwischenmenschliches Vertrauen auf professioneller, emotionaler und qualitativer Ebene und Wellness setzen in Friseursalons neue Maßstäbe für die Kunden und bieten Erlöspotentiale.
"Unverwechselbarkeit führt zu überdurchschnittlichen Gehältern"
Wodurch werden sich einzelne Salons unterscheiden?
MBM: Unser Salonkonzept verleiht unserer Marke eine Unverwechselbarkeit, was wiederum zu einer langfristigen Kundenbindung führt und die Bereitschaft schafft, höhere Preise zu zahlen.
Die daraus resultierende Wirtschaftlichkeit ermöglicht es uns, die Mitarbeiter am Umsatz zu beteiligen, Provisionen zu zahlen, was zu überdurchschnittlichen Gehältern führt. Dies wiederum steigert die Zufriedenheit und Mitarbeiterbindung. Wir brauchen eine Nische, in der Schwarzarbeit, gepaart mit staatlichen Leistungen, keine Option darstellt.