Geht es dem Friseur schlecht, geht es der Industrie schlecht. Wir sitzen alle in einem Boot, gemeinsam kämpfen wir für eine gerechte und sichere Zukunft für das Friseurhandwerk.
Beim großen Zukunftskongress am 27.1.2025 ist Wild Beauty, mit ihren Marken Paul Mitchell, Kemon, Yours Truly, wichtiger Partner, um #NeueWegeFriseurHandwerk zu diskutieren und zu finden. Dafür werden wir politisch und als Handwerk gemeinsam lauter.
Noah Wild, Geschäftsführer Wild Beauty GmbH, im Zukunftsgespräch.
Am 23. Februar 2025 sind in Deutschland Neuwahlen. Was würdest Du gerne in den Wahlprogrammen der Parteien zum Friseurhandwerk finden?
Noah Wild: Politisch sollten wir nicht den Wunsch nach mehr Klein-Klein haben. Die großen gesellschaftlichen Herausforderungen, vor denen unser Land steht – Bürokratie, Steuerlast, Demografie – betreffen uns alle. Für Unternehmer in Deutschland ist die Perspektive düster: Der Staat verlangt immer mehr von rechtschaffenen Unternehmern, gibt jedoch immer weniger zurück.
Wir brauchen eine umfassende Beschleunigung und einen echten Aufbruch, der es Unternehmen ermöglicht, sich wieder wertgeschätzt und motiviert zu fühlen. Der Schlüssel liegt im politischen Mindset. Weniger Fokus auf Verteilen, mehr Fokus auf Erwirtschaften. Der Begriff der „Wirtschaftswende“, der politisch bereits diskutiert wurde, greift hier zu kurz – er muss größer und ambitionierter gedacht werden.
Die letzten großen Reformanstrengungen begannen in den frühen 2000er-Jahren. Eine ähnlich mutige und grundlegende Initiative ist längst überfällig. Es geht darum, nicht nur Probleme zu verwalten, sondern neue Chancen zu schaffen – für Unternehmen, für die Gesellschaft und für die Zukunft unseres Landes.