imSalon: Lieber Philipp, als Erstes herzlichen Glückwunsch zu dem grandiosen Titel „London Hairdresser of the Year“.
Philipp Haug: Vielen Dank! Mit dieser Auszeichnung geht wirklich ein Traum in Erfüllung. Es gehört auch eine Menge Glück dazu, von all den Einsendungen den Geschmack der Jury zu treffen. Eine Kollektion zu erstellen mit der man selbst zufrieden ist, ist für mich das Wichtigste, wenn dabei dann aber auch ein Gewinn herauskommt ist das natürlich „the cherry on top“!
Was ist der Unterschied zwischen dem Hairdressing Award in England und dem in Deutschland?
PH: In Deutschland wird man nach Einsendung seiner Kollektion, bestehend aus vier Bildern direkt nominiert und wartet auf den Galaabend. In England sendet man im ersten Schritt ebenso vier Bilder ein, wird man dann aber nominiert, muss man noch vier weitere Bilder erstellen und die Kollektion damit vervollständigen.
Der Award in England wird als Investment angesehen, bei dem Kollektionen weitaus über EUR 10.000,- kosten können. Außerdem darf man in der gesamten Kollektion zwei Perücken und zwei Haarteile verwenden, was ja in Deutschland und Österreich „offiziell“ verboten ist... Man hat dadurch die Chance mit besseren Modellen kreativer zu arbeiten, da man sich nicht zwingend an den Haaren des Models austoben muss...
Ich bin übersättigt von der „totalen Perfektion“
Was war der Fokus deiner Kollektion? Worauf hast du besonders viel Wert gelegt?
PH: Ich bin übersättigt von der „totalen Perfektion“. Zu viel Bildbearbeitung ist nichts für mich. Mein Fokus lag darauf, die Haare echt zu belassen. Ich habe mich dieses Jahr auf Formen, Strukturen und Außenlinien konzentriert. Deshalb auch bewusst die Entscheidung zu einer schwarz/weiß Kollektion, obwohl jedes einzelne Model auch gefärbt wurde. Der Kontrast hat so einfach nochmal eine andere Wirkung.