Was ist dabei die Aufgabe Hair Haus?
PZ: Die Aufgabe aller Unternehmen ist es, dem Friseur den Rücken freizuhalten, sodass er seine Fähigkeiten voll ausspielen kann. Das ist auch das Kernrezept meines Wirkens, ob damals bei Tondeo und Wella, oder heute bei Hair Haus, es war immer von diesem Menschenbezug geprägt. Das, was der Friseur kann, können wir beschleunigen durch Backup. Dabei dürfen wir uns nicht als die Dominatoren des Friseurs, sondern als seinen Dienstleister verstehen, das ist die Richtung, die wir mit Hair Haus einschlagen.
Wie hat sich das Mächteverhältnis zwischen Industrie und Großhandel in den letzten Jahrzehnten verschoben?
PZ: Ich glaube, Friseure sehen diese Unterscheidung in Industrie und Handel nicht. Sie sehen Partner und Hair Haus ist Partner aller Friseure. Ich sehe jedoch, dass die klassische Industrie heute Full Service vielfach nicht mehr abdecken kann.
Hair Haus hat sich in den vergangenen Jahren neu aufgestellt, sehr persönlich, mit emotionalerem Auftritt. Wird diese markenstrategische Positionierung weiter beibehalten?
PZ: Ja, das wird weiter ausgerollt. Wir sind ein mit dem Friseur arbeitendes Organ und das Menschliche steht weiterhin im Vordergrund.
Wie steht Hair Haus als Unternehmen da?
PZ: Auch wir haben mit einzelnen, den Zeiten geschuldeten, Herausforderungen zu kämpfen. Dennoch haben wir den Willen und die Fähigkeit, uns weiterhin gut mit jungen Menschen aufzustellen, um das Unternehmen weiter positiv um- und auszubauen. Dazu werden wir mutige Entscheidungen treffen. Mit dem konsequenten Rollout unseres Unternehmensleitbildes werden wir in diesem Jahr noch auf unterschiedlichen Ebenen einiges zu berichten haben.