Im Gespräch mit Katja Ottiger
Markus, du bist Barber-Angel. Warum?
Markus Assel: Weil jeder ein Gefühl der Gleichwertigkeit braucht. Ich möchte mittellosen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern und sie als König oder Königin fühlen lassen.
„Jeder Mensch braucht ein Gefühl der Gleichwertigkeit.“
Du bist eines der Gesichter der österreichischen der Barber Angels - wie bist du dazu gekommen?
Ich habe die Barber Angels einfach über Facebook angeschrieben. Das kann jeder tun. Kerstin Distler hat die Barber Angels von Deutschland übernommen und in Österreich aufgebaut. Wir sind stark in den Medien vertreten und viele Menschen finden toll, was wir machen. Das ist natürlich auch Image, aber niemals der Grund, weshalb ich es tue.
Baut man über die Jahre Kontakt zu diesen Menschen auf?
Wenn ich durch Klagenfurt marschiere, treffe ich immer wieder jemanden, der ruft: „Hey, Barber Angel!“. Da kommt man natürlich ins Gespräch. Ich bin ja zwischen 10 bis 12 Mal im Jahr im Einsatz. Und auch meine Frau als Nichtfriseurin ist in der Organisation tätig und meine Kinder desinfizieren bei den Einsätzen Arbeitsmittel oder verteilen Goodie Bags.
Auch wenn du so ausschaut, als wärest du eher ein Barber – du bist Farbspezialist!
Ja! Meine Steckenpferde sind Balayage und blond.
Was ist Trend in Sachen Balayage?
Balayage ist nach wie vor absolut Trend. In allen Farbkombinationen von total bunt bis zum kühlen Blond. Generell wird es sandiger, goldiger und weicher.
Männer und Balayage? „Ja, und das für 350 Euro.“
Ist Balayage auch Männerthema?
Ja, aber seltener. Ich hatte schon Herren im Beach-Look, denen ich nach dem Haare schneiden, blonde Strähnen ins lange Haar empfohlen habe. Und das für 350 Euro!
Das ist höherpreisig?
Ja - zumal ich an der Grenze zu Slowenien bin und das Preisniveau dort ein Drittel unter unserem liegt.