Wir fragen telefonisch nach - und die ihm angetraute, friseurleidenschaftliche Denise Bredtmann hört mit, kommentiert aus dem Off. Ein Talk mit imSalon's Katja Ottiger.
imSalon: Michael, vom Topakteur der Großindustrie zum Ambassador einer Großhandelsmarke! Wie das?
MB: Das ist eine längere Geschichte. Aber der Anfang war, dass ich vor 9 Jahren auf Affinage, eine familien-geführte Friseurmarke aus England, gestoßen bin. Ich war vom Angebot und der Philosophie begeistert und habe meine Produkte umgestellt. Leider wurde ich damit ein „industriell-obdachloser“ Trainer. Das war schade.
Damit war ich ein industriell-obdachloser Trainer.
Und du wolltest unbedingt Trainer sein? Weshalb?
MB: Weil ich Trainer-infiziert bin und Spaß daran habe mich unsterblich zu machen. (lacht)
Das nenne ich eine selbstbewusste Ansage!
MB: Ja! Es ist toll, einen Teil von sich selbst in andere reinzubringen und sich da dann wiederzuerkennen.
Und zu dieser Unsterblichkeit kommt jetzt ein Blondierpulver á la Bredtmann. Wie das?
MB: Auf der Suche nach einer Alternative zu Foliensträhnen habe ich vor vielen Jahren Victoria Hunter kennengelernt. Seitdem bin ich bekennender Freihandtechniker und als solcher war ich auf der Suche nach einer Blondierung, die mich glücklich machen kann. Also habe ich angefangen, mich im Netz schlau zu machen und herum zu experimentieren.
Denise Bredtmann: Er hat da diesen Spruch: Bevor ein Chemiker Friseur wird, werde ich eher Chemiker! (… ruft es von der Seite ins Telefon. Achja! Denise hört ja mit!)
MB: Es war nicht einfach eine Firma zu finden, die mich unterstützt. Denn das Marketing bestimmt - und nicht die Friseure! Vor 3 Jahren habe ich auf einer Messe Jemanden gefunden, der mir, dem Friseur, zugehört hat. Einen Chemiker, der mich in sein Labor gelassen hat. Dann ging‘s richtig los mit herumtüfteln und austesten. Die Blondierung zu verkaufen war ja gar nicht der Plan.